Ich bin erschöpft und das Baby liegt quer

Die letzten Tage waren intensiv. Abends war ich oft so erschöpft, dass ich nur noch weinen konnte. Wieso genau, vermochte ich nicht zu sagen. 

 

Einerseits mag es an den Hormonen liegen, anderseits an den Symphysenschmerzen und ausserdem am Stress im Job. Und natürlich am Bauch, der immer grösser wird. 

 

Gestern war ich bei der Schwangerschaftskontrolle und es stellte sich heraus, dass der Junge quer im Bauch liegt. Das ist in diesem Stadium der Schwangerschaft sehr selten und nicht optimal. "Wie in einer Hängematte liegt er in Ihrem Bauch", sagte die Ärztin. Dreht er sich nicht in den nächsten Wochen, wird es langsam eng und eine Spontan-Geburt unmöglich. Ausserdem kann es zu Komplikationen kommen, wenn sich ein Kind in Querlage befindet. 

 

Puh, nicht unbedingt das, was man hören möchte. Aber dem Kleinen gehts gut, der scheint sein Leben in der Hängematte zu geniessen. Und ich vertraue darauf, dass er sich einfach Zeit lässt und sich dann schon noch in Richtung Ausgang dreht. Es soll ja helfen, ihm von aussen mit einer Taschenlampe den Weg zu leuchten. Noch bin ich zu skeptisch, aber ich bin sicher, dass ich auch das ausprobieren werde, sollte er sich nicht selbständig drehen. 

 

Ich wurde nun 50 Prozent krank geschrieben, damit ich mehr Zeit habe, mich zu erholen und mein Becken zu entspannen. Ich bin froh, dass ich mir so mehr Ruhe gönnen kann. Aber zuerst geht es morgen nach Portugal für zwei Wochen Ferien, Honey- und Babymoon! Und eine Reise in seine zweite Heimat wird dem Jungen bestimmt auch gut tun. 

 

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