Neues wächst heran

Die Schmerzen sind noch immer da. Sie wurden weniger, doch sie begleiten mich bei jeder Bewegung.

 

Gehen tut weh und mich im Bett umzudrehen, ist besonders schmerzhaft. Das Ziehen im Becken bis in die Beine hinab erinnert mich stets daran, dass ich eine Symphyse locker habe.

 

Yoga praktiziere ich derzeit nur alleine zu Hause. Ich verzichte auf alle Asana, in denen die Beine mehr als Hüftbreit auseinander gespreizt werden. Die Bewegung tut mir gut und die Dehnungen entlasten meinen Rücken. Die grösste Wohltat ist derzeit der Kopfstand, bei dem das Gewicht so herrlich in die andere Richtung hängt.

 

Mit Meditation gelingt es mir, nicht panisch zu werden und mich – manchmal mehr, manchmal weniger – auf die neue Situation einzulassen. Auch das Mantra Asato Ma Sat Gamayah leistet hier gute Dienste.

 

Und auf einmal scheint es mir, als wachse nicht nur ein Baby in mir heran. Neue Ideen, die zwar vorher schon da waren, aber bloss wie Schleierwolken am meinem Lebenshimmel mitzogen, werden plötzlich konkreter. Und obwohl vieles dagegen spricht (jetzt kommt erst einmal das Kind, die eigenen Träume müssen warten), wage ich erste Schritte, die dahin führen, wo ich in meinen abgefahrensten Spinnereien so abhänge. Es scheint mir in jeder Hinsicht ein fruchtbare Zeit zu sein.

 

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