Ich wünsche mir, dass das Baby uns verlässt

Es ist ein Gefühl, als lasteten 1000 Kilo auf meinen Schultern. Als täte ich die letzten Atemzüge, zieht alles Bisherige an mir vorüber.

 

Ich wünschte, ich hätte vorher weniger gearbeitet, mehr „mein Ding“ gemacht. Was auch immer das bedeutet. Warum hatte ich mir früher finanzielle Sorgen gemacht? Ich musste doch nur für mich schauen, hätte mit dem Minimum auskommen können. Nun nicht mehr. Nun habe ich Grund zur Sorge. Mehr denn je will ich wieder nach Indien, am liebsten nur Yoga machen. Bin ich egoistisch? Was tue ich meinem Kind an, wenn ich schon jetzt meine eigenen Wünsche und Bedürfnisse über die seinen stelle?

 

Ich vertraue Renato meine Ängste an. Auch dass ich mir manchmal wünsche, dass das Baby uns wieder verlässt. Er sagt mir, dass ich nicht alleine bin, dass er da ist. Und dass ich wieder nach Indien kann, meine Retreats besuchen, im Ganges baden. Er würde auf das Baby aufpassen. Vielleicht ist mein Leben doch noch nicht ganz vorbei.

 

 

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